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Was ist Lichtverschmutzung?

 

Lichtverschmutzung bzw. Lichtsmog bezeichnet die Aufhellung des Nachthimmels durch den übermäßigen Einsatz künstlicher Leuchtmittel. Jedes Jahr steigt diese Schätzungen zufolge um zwei Prozent weltweit; Europaweit sogar um bis zu sechs Prozent pro Jahr.

Stadtnachtlichter

Was sind die Ursachen?

Es handelt sich um ein modernes Phänomen, welches Ende des 19. Jahrhunderts als Nebenprodukt der Industrialisierung Einzug in unsere Welt fand. Waren die Städte und Straßen in der Zeit davor in der Nacht nur mithilfe von Lampen, die durch die Verbrennung eines Trägerstoffes wie Fetten, Ölen (z.B. Rapsöl oder sogar Walöl), später dann Petroleum und Gas illuminiert worden, löste eine elektrische Beleuchtung die bisherige Technik in den folgenden Jahrzehnten größtenteils ab.

Seit Beginn des 20. Jahrhunderts wurde der Nachthimmel durch den rapiden Anstieg des Einsatzes von künstlichen Leuchtquellen deutlich aufgehellt. Umweltverbände wie z.B. die Paten der Nacht (https://www.paten-der-nacht.de/) kritisieren den aktuellen Zustand – zurecht.

Was können wir tun, um dem Phänomen entgegen zu wirken?

Jeder einzelne in seinem Haushalt kann dafür sorgen, einen Beitrag zu leisten.

Im Folgenden möchten wir Ihnen eine Checkliste zur Verfügung stellen:

  • Außenbeleuchtungen mit geringerem Lichtkegel wählen - dieser sollte zum Boden ausgerichtet sein.

  • Die Beleuchtung im Außenbereich sollte an einen Bewegungsmelder gekoppelt und nicht die ganze Nacht angeschaltet sein.

  • Lampen auf Fensterbänken sollten das Licht in den Innenbereich abgeben und eine geringe, nach innen gerichtete Leuchtkraft aufweisen.

  • Leuchtmittel sollten „warmes“ Licht, unter 3.000 Kelvin haben.

  • Eine Stunde vor dem Schlafengehen sollte die Lichtintensität stark reduziert werden.

  • Zur Schlafzeit sollte der Raum vollständig abgedunkelt sein.

 

Autor: Alexander Sommer, 22.12.2021